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Großgruppen : Zukunftskonferenz


Zukunftskonferenzen (ZKK) arbeiten nach einem klaren Schema und eignen sich für Gruppen von bis zu achtzig Teilnehmern. Die besondere Stärke der Zukunftskonferenzen liegt in der Schaffung von Gemeinschaftsgefühl, Aufbruchstimmung und einem hohen Grad an Motivation selbst bei stark heterogenen Gruppen. Ideal zur Erarbeitung von Zukunftsprojekten innerhalb von schwierigen Gemeinschaften (auch nach Fusionen) oder als Auftaktkonferenz, ganz besonders auch für Agenda 21-Prozesse.

 

 

Was sind Zukunftskonferenzen?


Der Name "Zukunftskonferenz" steht für ein Konferenzdesign, das von Marvin Weisbord und Sandra Janoff 1982 in den U.S.A. entwickelt wurde. Nach einem klaren, fest definierten Konferenzschema trägt die Zukunftskonferenz dazu bei, dass bis zu 90 unterschiedlichste Menschen eines "Systems" innerhalb von zweieinhalb Tagen ihre gemeinsame Zukunft "entdecken" und bereits konkret planen. Sie bekommen in dieser vergleichbar kurzen Zeit ein tiefes Verständnis für ihre gemeinsame Vergangenheit, erkennen ihre gegenwärtige Situation vollständig und entwickeln eine gemeinsame Vision. Ebenso entwickeln sie innerhalb dieser zweieinhalb Tage Aktionspläne für diese einstimmig "beschlossene" gemeinsame Zukunft.

 

 



Was Zukunftskonferenzen besonders wertvoll macht ist

die Tatsache, dass jeder, der

mit dem System, d.h. mit dem Unternehmen, der Organisation oder der Gemeinschaft intern

oder extern zu tun hat, in der Konferenz anwesend ist.

Die durchschnittliche Teilnehmerzahl zu einem Thema beträgt 64 bis 80 Personen und kann, wenn z.B. mehrere

 

Zukunftskonferenzen parallel zum gleichen Thema veranstaltet werden, diese Zahlen weit übersteigen. Die Teilnehmer arbeiten auf drei unterschiedliche Arten miteinander: 

 

  1.   als gesamte Gruppe

 

  2.   in homogenen Interessengruppen à 8 Personen und

 

  3.   in gemischten Gruppen à 8 Personen, die jeweils eine

        maximale Mischung der im System vorhandenen   

        Blickwinkel repräsentieren. 

 

 

Benefit:


Ein starkes Gemeinschaftsgefühl auch stark unterschiedlicher Teilnehmer
Motivation, Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung des Einzelnen
Ungeahnte Zukunftsziele, innovative Durchbrüche, die mit 100%igem Konsens verabschiedet werden
Eine klare Zukunftsvorstellung aller von der Zukunft des Unternehmens/ der Organisation, des Themas und damit die Bündelung aller Kräfte in eine Richtung
Maßnahmenpläne zur Erreichung der definierten Zukunftsvorstellungen
Innovative Durchbrüche, die nur durch die Kooperation unterschiedlichster Menschen und damit weitreichender Potenziale entstehen können
Motivierte Arbeitsgruppen, die die Durchführung der Zukunft
eigenständig in die Hand nehmen

Pro & Contra: Wann ist die Zukunftskonferenz das geeignete Planungsinstrument?


Wenn die Zukunft bzw., die Entwicklung eines wichtigen, komplexen Themas bearbeitet werden soll
Als Auftaktveranstaltung und Mobilisierungsinstrument für weitreichende Zukunftsentwicklungen (z.B. beim Agenda 21-Prozess)
Wenn ein Zukunftsthema der Zusammenarbeit vieler unterschiedlicher Menschen mit unterschiedlichen Standpunkten bedarf
Wenn traditionelle Planungsmethoden nicht zu funktionieren scheinen oder das "top-down"-Prinzip zur Implementierung der Ergebnisse zu lange dauern würde
Wenn idealerweise viele Menschen gleichzeitig einbezogen und auf den gleichen Wissens- und Entwicklungsstand gebracht werden sollten
Wenn die Kommunikation und Kooperation innerhalb des Systems verbessert und mehr Verständnis der Menschen des Systems füreinander erreicht werden soll (z.B. bei Fusionen)
Wenn die Verantwortlichen mit allen Teilnehmern partnerschaftlich zusammenarbeiten wollen und die Zukunft mit anderen zusammen "entdecken" wollen
Wenn eine sichere Basis bzw. ein klares Briefing für eine neue und bessere Unternehmens- und Kommunikationsstrategie entworfen werden soll, die effektiv dazu beitragen sollte, eine gewünschte Zukunft zu erreichen.

Wann sollte eine Zukunftskonferenz nicht gewählt werden:


Wenn die Verantwortlichen schon vor der Konferenz eine klare Zukunftsvorstellung haben und denken, die richtigen Antworten gefunden zu haben
Wenn der Input der Mitarbeiter/Bürger nicht erwünscht ist
Wenn den Teilnehmern nach der Konferenz nicht die nötige Unterstützung zur Fortführung des Prozesses zugestanden werden kann (Zeit, Raum, evtl. finanzielle Mittel)
Wenn das System sich im Zustand "satter Zufriedenheit" befindet
Wenn nicht die ausreichende Zeit zur Vorbereitung und Durchführung vorhanden ist und kein geeigneter Raum zur Veranstaltung zur Verfügung steht
Wenn die Verantwortlichen nicht bereit sind, Menschen einzuladen, deren Meinungen Ihnen nicht gefallen könnten


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