Open Space Veranstaltungen dauern zwischen 1 bis 4 Tagen - je nach Teilnehmerzahl und Komplexität des Themas. Bis zu 1000 Teilnehmer eines Unternehmens haben in Europa bereits an Open Space-Veranstaltungen teilgenommen.
Open Space nutzt das Model eines "Dorf-Marktplatzes" um die Veranstaltung zu strukturieren. Die Verantwortlichen für die Veranstaltung formulieren das Thema und laden die möglichen Teilnehmer auf freiwilliger Basis ein. Es nehmen nur die Menschen daran teil, die wirklich an dem Thema interessiert und bereit sind, persönliche Verantwortung zu übernehmen. Keiner wird zur Teilnahme gezwungen. Innerhalb von 45 Minuten wird die Agenda gemacht und dann werden von den Teilnehmern freiwillige Arbeitsgruppen gebildet, die die Themen der Agenda in Arbeitsgruppen von jeweils 75 - 90 Minuten Länge bearbeiten. Die gesamte Veranstaltung inklusive der Dokumentation der Ergebnisse werden von den Teilnehmern gemanaged. Die Spielregeln dieser Veranstaltungen sind einfach, stellen allerdings eine Herausforderung dar an unser Verständnis dafür, wie Veranstaltungen "verlaufen sollten".
Wer auch immer kommt, es sind die richtigen Leute.
Es zählt nicht, wie viele oder welche Menschen kommen
(sei es zur Gesamtveranstaltung oder in die einzelnen Workshops).
Es ist vielmehr die Qualität der Interaktionen und der Gespräche und Konversationen, die den Unterschied macht.
Was immer passiert ist das Einzige und Richtige, was passieren konnte.
Wirkliches Lernen oder tatsächlicher Fortschritt kann nur stattfinden,
wenn wir unsere bekannten Agendas oder konventionellen Erwartungen
fallen lassen und offen sind für Unerwartetes.
Wann immer der Prozess beginnt ist die richtige Zeit.
Kreativität und Geist sind essentiell und richten sich nicht nach Zeit.
Den Teilnehmern ist es selbst überlassen, wann sie einen Workshop beginnen und wann sie enden.
Wenn es vorüber ist, ist es vorüber.
Wenn die produktive Zeit vorüber ist und die Aufgabe erledigt, sollte abgebrochen werden und man sollte weitergehen. Zeit totschlagen, indem man weitermacht, weil die Zeit noch nicht vorüber ist, veranlasst uns häufig dazu, einfach nur wiederzukäuen bis dorthin, dass alles verwässert wird.
![]() |
Das "Gesetz der zwei Füße" oder Mobilitätsgesetz.
Wenn Sie während der Veranstaltung irgendwo, in einer Arbeitsgruppe oder wo auch immer Sie sich befinden, feststellen, dass Sie weder beitragen können noch etwas lernen, benutzen Sie Ihre Füße und suchen Sie einen produktiveren Ort auf. Diese Regel ist das einzige "Muss" in der gesamten Veranstaltung.
"Open Space – Effektiv arbeiten mit großen Gruppen", von Carole Maleh




