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Angetreten waren
die etwa 120 Teilnehmer, um auf dem viertägigen
Weltkongress ein „World Parliament for Spirituality“ zu
initiieren. Das überraschende Ergebnis war jedoch die
Bestätigung des WSF World Spirit Forums selbst als eben
diese Plattform, die spirituell orientierten globalen
und nationalen Organisationen als Sprachrohr dienen und
„Heimat“ sein soll. Mit diesem Ergebnis wird das
von Sesto Castagnoli 2003 ins Leben gerufene World
Spirit Forum auf eine neue, globale Ebene
gehoben.
Eine breit
angelegte Infrastruktur des World Spirit Forum und ein
globales Netzwerk stehen bereits zur Verfügung. In
offenen Arbeitskreisen entstanden viele neue Initiativen
und Projekte während der Konferenz. Diejenigen, die
diese Projekte und Initiativen vorschlugen,
verpflichteten sich im Plenum auch öffentlich für deren
Realisierung. Die Konferenz endete mit der
Unterzeichnung der Präambel der in Arosa erarbeiteten
Deklaration durch alle Konferenzteilnehmer.
Der Ablauf
aus meiner Sicht als Facilitator
Die Teilnehmerliste
der Konferenz war international. Vertreten waren
Mitglieder des Club of Budapest, des World Wisdom
Council mit ca. 30 Personen, das World Spirit Youth
Council mit etwa 24 Jugendlichen aus aller Welt, ca 35
Repräsentanten internationaler Organisationen wie
“Global Marshal Plan”, „Earth Charter” und vieler
anderer nachhaltig oder spirituell arbeitenden
Organisationen und etwa 30 Unternehmer und Freunde des
World Spirit Forums, die zu diesem außergewöhnlichen
Anlass gekommen waren. Eingeteilt in die vier
Gruppen „World Wisdom Council“, „Organizations“,
„World Spirit Youth Council“ und „WSF Friends“ bot der
Zeitplan den Teilnehmern in ihren Gruppen zahlreiche
Möglichkeiten, jeweils andere Gruppen kennen zu lernen
und miteinander an der Entstehung des Parliaments zu
arbeiten.
Die einzelnen
Gruppen wurden jeweils von Moderatoren unterstützt.
Rosmarie Weibel für die Friends, Konsul Peter Hesse für
die Organisationen, Dr. Nina Meyerhof arbeitete mit den
Jugendlichen und May East begleitete das World Wisdom
Council. Das Modertorenteam bestand darüber hinaus
aus Ashok Gangadean vom World Wisdom Council, Diane
Williams vom UN Headquarter und mir, Sabine Bredemeyer
als Großgruppen-Moderatorin.
Schon am
zweiten Tag wurde immer deutlicher, dass sich die
Stimmung gegen ein Parliament entwickelte. Es gebe schon
genügend globaler Organisationen und Institutionen hieß
es. Zudem sei „Parlament“ ein besetzter Begriff, der
unerwünschte Assoziationen und Formalien mit sich
bringe. Die Teilnehmer suchten nach einer neuen
Formel. Der Energiepegel war hoch. Ungeduld, Widerstand,
Chaos aber auch ungebremste Kreativität,
Begeisterung und ein hohes Maß an Flexibilität unter
Teilnehmern, Organisatoren und Moderatoren waren die
Energielieferanten.
Für eine neue
Formel brauchten alle mehr Freiraum. Zur Entfaltung und
Entdeckung der kollektiven Weisheit dieser 120
Menschen waren besondere Zeitfenster notwendig. Also
wurde kurzerhand von den Moderatoren der gesamte
Zeitplan umgeworfen und neu strukturiert. „Wisdom
Circles“ , wie sie spontan genannt wurden –
Arbeitskreise in maximaler Mischung – entstanden. Sie
beschäftigten sich mit den Themen, die für die Schaffung
einer neuen Instanz im globalen Geschehen als relevant
betrachtet wurden. Viel Zeit wurde auch der Entstehung
einer gemeinsamen Deklaration gewidmet.
Echtes
Commitment und sichtbare Ergebnisse
Am letzten Tag,
nachdem Franz Josef Rademacher vom Global Marshal Plan
und Jane Godall in ihren Vorträgen auf die Dringlichkeit
eines globalen Bewusstseinswandels hingewiesen hatten
und die Energie im Raum geprägt war von tiefer Einsicht
und dem dringenden Bedürfnis nach echter Veränderung,
standen die Teilnehmer auf für ihren Beitrag zu dieser
Veränderung. Aufgerufen zu einer Open Space Sequenz,
eingeladen ihre persönlichen Ideen, Projekte und
Initiativen öffentlich vorzustellen um Mitstreiter zu
finden, ergriffen etwa 15 Teilnehmer die Initiative und
bildeten Arbeitsgruppen, in denen sie sich mit anderen
Interessierten vernetzten.
Und zum
Abschluss konnten alle Teilnehmer noch den ersten Teil
der Deklaration unterschreiben, der in einem
Redaktionsteam unter der Leitung von Ashok Gangadean
entstanden war. Die gesamte Deklaration wird im Nachgang
zur Konferenz vom Redaktionsteam noch fertig gestellt.
Der Input der Teilnehmer war so umfangreich, dass
die Deklaration innerhalb der zur Verfügung stehenden 24
Stunden nicht endgültig fertig gestellt werden konnte.
Aber die Kernaussage der Deklaration konnten alle
unterschreiben: „Be it resolved … that we herby
affirm the World Spirit Forum as an open growing global
sacred space, a home for inclusive gathering in
community as awakened whole human beings in celebration
of our deep interconnectivity and reverence for all
life and our global human family sharing our sacred
earth ……”
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